Sonntag, 27. Oktober 2013

47-x: Crock-Pot 3 in 1


Ich fange gleich mit dem Fazit des 47-x Tests für dieses Werk an: die Umzugskiste mit den Kochbüchern wird wieder leichter.

Seit einiger Zeit nenne ich einen Slow Cooker, auch Crock-Pot genannt, mein eigen. Nachdem ich damit einige male super leckeres Gulasch gemacht hatte, musste auch ein Kochbuch her, um die Rezeptauswahl zu erweitern. Was läge dann näher als gleich drei Bücher in einem zu kaufen? Aber was soll ich sagen: Das Buch hätten 20 Bücher in sich vereinen können und ich hätte immer noch kein "Wow-Rezept" drin gefunden.

Wenn man das Bild genau anschaut sieht man zwar ein paar wenige Lesezeichen. Das sind aber dann eher Inspirationen was man generell mal machen könnte, als Rezepte, denen ich A-Z folgen würde.

Was ist nun so falsch an den Rezepten?

  1. Es enthält Rezepte, die auch der orthodoxeste Slow-Food Anhänger nie in nem Slow Cooker zubereiten würde. Denn wer käme schon auf die Idee, ne heiße Schokolade erst mal im Topf aufzukochen, um sie dann Stundenlang im Crock-Pot warm zu halten. Oder der Milchreis, der wegen der niedrigen Temperatur in Slow-Cooker nie weich werden würde, wird zuerst im normalen Topf fertig gekocht, bevor er in den Crock-Pot darf.
  2. Slowfood Anhänger würden beim Studieren der Rezepte eh das kalte Graußen kriegen. Denn häufig werden nur Fertigmischungen zusammen gemixt. Überspitzt gesagt lauten viele der Rezepte: "mixe Instant A mit Dosensuppe B und würze das Ganze mit Würzmischung C". I
  3. Ich hatte bisher noch nicht erwähnt, dass es sich um ein englischsprachiges US-Amerikanisches Kochbuch handelt. Darum kommt noch erschwerend hinzu, dass viele der benannten Instant-Produkte, vor allem die Würzmischungen, gar nicht so leicht in Europa aufzutreiben sind.
  4. Vermutlich sind Gulasch, Chili, Stew & Co das einzige, das man vernünftigerweise im Slow-Cooker zubereiten sollte. Drum enthält das Buch sinnvollerweise hauptsächlich Abwandlungen davon. Aber diese Abwandlungen sind bei weitem nicht kreativ genug, dass ich als erfahrene Köchin nicht von alleine auf die Idee gekommen wäre.
Zuerst wollte ich eins der "pulled meat" Rezepte ausprobieren, da ich das schon immer mal testen wollte. Aber die im Buch enthaltenen Rezepte bescheiben nur wie das Fleisch in (amerikanischen) Ketshupsoßen gegart wird. Wäre das dann überhaupt richtiges Kochbuchtesten, wenn alles an ner Soße hängt, die ich hier vielleicht gar nicht bekomme? Ich recherchiere da lieber im Internet, ob es nicht schon Rezeptvarianten von "Pulled Pork Sandwiches" gibt, die ohne gekaufte Soße auskommen.

Im Gegensatz zum Kochbuch darf der Slow Cooker mit uns umziehen, es sei denn die nächste Küche ist so winzig, dass ich zwischen Crock-Pot und Tajine wählen muss...