Dienstag, 12. November 2013

erste WeihnachtsDIY


Bereits im letzten Jahr hatte ich mich in diese Technik verliebt. Es ist so ne Mischung aus Sticken und Nail-Art. Man kann "die Schuckstücke" als Fensterschmuck oder Baumbehang verwenden. Als Material benötigt man im Grunde genommen nur Garn und unbedruckte Pappe. Statt Pappe eignen sich auch sehr gut die Styrophorschalen von Obst oder Gemüse, aber solches Verpackungsmaterial versuche ich eigentlich zu vermeiden.

In der letzten Weihnachtszeit hatte ich die Löcher nur so Pi mal Daumen rein gepiekst, weshalb ich mit dem Ergebnis manchmal nicht ganz so zufrieden war. Denn ich kam beim Sticken ungewollt an manchen Löchern mehrmals vorbei. Dies konnte zwar auch sehr gute Effekte erzielen, war machmal aber auch von Nachteil. Um dies zu vermeiden entschied ich, dass die Gesamtzahl der Löcher immer ne Primzahl sein soll, denn die lässt sich ja bekanntlich nur durch 1 und sich selbst dividieren. So kann ich jede beliebigen Stichlänge wählen. 23 Löcher erschien mir bei meinem Kreisdurchmesser das Maximum und 13 sollten es mindestens sein.
Also habe ich mit OpenOffice Kreisdiagramme mit 23, 19, 17 und 13 Stücke erstellt.

bestickte Pappanhänger → reizenbee


Wie man sieht, ist in meinem Drucker das Rot alle und ich vergaß auf Graustufendruck umzustelen :)
Mithilfe der Diagramme erstellte ich mir dann solche Schablonen:

bestickte Pappanhänger → reizenbee


Durch die Schablonen kann man die Kreise und Löcher super einfach auf die Pappe übertragen, indem man sie mit ein paar Pinns oder Stecknadeln auf nen Korkuntersetzer pinnt. So verrutscht nix und man hat die Löcher ratzfatz reingepiekt.

bestickte Pappanhänger → reizenbee

Jetzt muss man nur noch einmal mit nem Stift um die Schablone rumfahren und den Kreis ausschneiden. Im letzten Jahr hatte ich mich für roten Faden entschieden, da dieser sehr gut zu brauner Pappe passt und zusammen mit weiß und dunkelgrün eher einen rustikalen Look vermittelt.Vermutlich werde ich auch noch ein paar davon machen.
Momentan steh ich auf das modernere Neon-Pink als Akzent, weshalb ich schwarzes und pinkes Garn wählte. Da ich das Garn nicht anstückeln wollte, habe ich jeweils nen sehr sehr sehr langen Faden abgeschnitten.
Man sucht sich eins der vorgestochenen Löcher aus und zieht den Faden mit ner spitzen Stopfnadel fast ganz durch. Das nicht durchgezogene Stück dient nachher als Aufhänger.
Jetzt muss man sich entscheiden welches Muster man machen, sprich wieviele Löcher man jeweils freilassen will. Im Prinzip machen alle Abstände zwischen 1 und der Hälfte der Gesamtzahl der Löcher Sinn. Wenn man also zum Beispiel die Schablone mit 19 Löchern nimmt, kann man bis zu 9 Löcher frei lassen. Je weniger Löcher man frei lässt, desto "flacher" wird das Muster und je mehr, desto "sternförmiger" ist es.
Hört sich komplizierter an als es ist. Darum hier ein Beispiel:

bestickte Pappanhänger → reizenbee


Hier habe ich also immer 4 Löcher frei gelassen und stach in das fünfte.
Wenn man einmal rum ist, d.h. wieder am Anfang angelangt ist, sollte man noch ne zweite Runde sticken, da man die Hälfte der Stiche ja auf der Rückseite gestickt hat.

Ein schöner Effekt ist auch, wenn man noch einen zweiten Kreis Löcher etwas weiter außen reinpiekt. Da man dadurch zwei versiedene Anfänge bekommt, wurde einer davon zur Aufhängung eines Bommels:

bestickte Pappanhänger → reizenbee

Auf Glitzer stehe ich normalerweise nicht so, aber ich hatte noch Metallikfäden da und eigentlich sieht die Kombi Silber-Violett gar nicht so übel aus.

bestickte Pappanhänger → reizenbee